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SLOW FOOD in Zeiten wie diesen…..

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass es das Normale nicht mehr gibt. Es gibt auch nicht das neue Normale. Es gibt nur die dauerhafte Veränderung. Und wer diese ohne Angst, mit Zuversicht und Mut anpackt, der hat vermutlich ein relativ gutes Leben.“ Zitat Miriam Meckel, Journalistin, Autorin, Deutschland

Liebe Mitglieder!
ich habe dieses Zitat an den Anfang meines Emails gestellt, weil es für mich d i e drei wesentlichen Attribute des Hier und Jetzt beinhaltet:

VERÄNDERUNG, weil nur die permanente Veränderung unser Wissen und unsere Erfahrung zu sichern hilft.
ZUVERSICHT, weil es ohne Zuversicht keine Hoffnung gibt.
MUT, weil es Mut braucht um aus Krisen gestärkt hervorzugehen.

Wenn Sie sich jetzt denken, das ist zu pathentisch oder es sind nur Überschriften, dann möchte ich ihr Augenmerk auf unsere Bewegung richten.

Unsere Produzenten und viele Gastronomen haben den Kampf gegen Corona bewußt aufgenommen.
Produzenten haben sich zusammen getan und Lieferdienste organisiert. Gastronomen haben aus ihren stationären Küchen Abholstationen gemacht. Einige von ihnen haben auch weit über ihren eigentlichen Wirkungskreis hinaus die Konsumenten beliefert. Die Lebensmittel und Speisen bekamen einen existenziellen Stellenwert. Für die Anbieter und uns Verbraucher. Wir erinnern uns noch ganz gut, einfach einkaufen gehen war nicht. Es gab Einschränkungen die uns zuhause bleiben liesen.

Was haben wir hoffentlich daraus gelernt?
Uns Verbrauchern wurde die Nähe zum Produzenten noch bewußter. Besser noch, sie sind bis vor unsere Haustüre gekommen.
Wir haben die nachhaltig produzierten Lebensmittel noch mehr schätzen gelernt und wir sind noch kritischer gegenüber der Lebensmittelindustrie geworden.
Wir lassen uns jetzt noch weniger ein X (€3,90/kg Huhn) für ein U (Bio Produkt) verkaufen.

Wie wird die Zukunft aussehen?
Niemand von uns kennt sie. Aber wir alle wissen, ohne Veränderung, Zuversicht und Mut schaut unsere und die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder düster aus.

Ich möchte aber bewußt nicht mit einem negativen Gedanken schließen und darf daher ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Tage der Alpe-Adria Küche, Klagenfurt 2020 lenken. Vom 17. – 27.9. gibt es in und um Klagenfurt zahlreiche Veranstaltungen, kulinarische Highlits und Möglichkeiten Produzenten, Köchen und Köchinnen in und um Klagenfurt zu begegnen. Nutzen sie die Chance! Mit dem gesundheitlich zuträglichen Abstand und den mittlerweile schon zur Gewohnheit gewordenen hygenischen Maßnahmen bin ich guten Mutes, dass wir hier ein Zeichen der Zuversicht setzen werden.

Ich freue mich auf die Begegnung mit ihnen, mit euch

herzlich
Klaus Schauer, Obmann

Wir leben in interessanten Zeiten. Mögen sie bald vorbei sein!

Liebe Mitglieder!

Ostern ist und niemand geht hin!

Was in Zeiten vor der Krise als müder Scherz abgetan wurde, ist heute am Vorabend des Gründonnerstages bittere Realität.

Wir bleiben zuhause, tragen Schutzmasken, kümmern uns um unsere älteren Mitbürger und die gefährdeten Personen. Wir versuchen Kinder, Arbeit, Haushalt und Freizeit unter einen Hut zu bringen,

Wir arbeiten im Homeoffice und versuchen in außerordentlichen Zeiten so etwas wie Normalität in den – oft beengten Alltag – einfließen zu lassen.

Manche von uns haben sich sicher gefragt, was tun wir eigentlich bei Slow Food. Wofür steht unser Convivium? Was bedeuten die Sätze von Carlo Petrini in Zeiten der existentiellen Krise?

Slow Food  ist eine Non-Profit-Organisation, die für den Erhalt von lokalen Esskulturen, Produkten und Traditionen einsteht. Seit ihren Anfängen ist Slow Food zu einer Bewegung mit Millionen Anhängern in 160 Ländern herangewachsen. Die Grundidee von Slow Food ist, dass Essen mit einer Vielzahl von Aspekten in unserem Leben wie Kultur, Politik, Agrikultur und Umwelt in Verbindung steht – und dass wir dadurch die Art, wie Essen angebaut, produziert und vertrieben wird, mit unseren Entscheidungen prägen.“(Zitat aus „Die Arche des Geschmacks“)

 Ich kann nur für mich sprechen. Mir ist jetzt noch mehr bewusst, wie zerbrechlich unsere Umwelt geworden ist. Nicht nur im Sinne der Klimakatastrophe oder verseuchter Flüsse und kranker Wälder.

Mein Bewusstsein richtet sich viel mehr auf das Unmittelbare. Auf mein Einkaufsverhalten. Auf die Produkte die ich verwende. Woher ich das Fleisch für das Gulasch beziehe, wer mir mein Gemüse liefert und anbaut, woher die Eier für meinen Ingwerkuchen stammen, welchen Wein ich trinke und welches Bier ich zur Osterjause trinke. Woher der Schinken, woher die Selchwürste und aus welchem Maul des Kalbs-Schweins oder Rindszunge stammt.

Jetzt gilt es noch mehr unseren einheimischen Produzenten unter die Arme zu greifen. Ob Demeter, Bio oder herkömmlicher Produzent, das alles ist jetzt zweitrangig. Regional ist jetzt Slow Food.

Wenn die Zeiten wieder weniger aufregend und fordernd sind, dann dürfen wir uns wieder den semantischen Wortklaubereien, dem „Ich bin aber mehr Slow Food als Du“ und anderen Kindereien widmen.

Liebe Mitglieder, ich wünsche allen Betroffenen, dass sie das Licht am Ende des Tunnels schon hell leuchten sehen. Ostern ist nicht zufällig das Fest der Auferstehung. Und in diesem Fall glaube ich ganz fest daran, dass es nach den Osterfeiertagen wieder aufwärts und vorwärts geht.

Es ist mir ein Anliegen ihnen ein gesegnetes Osterfest zu wünschen. Auch wenn der Kreis ihrer Familie heuer nur virtuell gebildet werden kann. Ich wünsche ihnen auch viel Kraft ihre persönliche Krise zu überstehen. Wenn wir uns wieder begegnen, sollten wir im Tal der Tränen soviel gelernt haben, dass wir etwas achtsamer mit unserer Existenz umgehen.

ihr

Klaus Schauer

Obmann

 

Solidarität mit unseren regionalen Produzenten

Ausgabe
02
Kauft regional!
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Liebe Mitglieder!

Besondere Zeiten verlangen besondere Aktionen. Slow Food Carinthia bietet allen unseren Produzenten die kostenlose Veröffentlichungen ihrer Angebote an.

Wie funktioniert das?
Wenn sie als regionaler Produzent ihre Produkte verstärkt vermarkten möchten, bieten wir ihnen an, Sie und ihre Produkte auf unserer Webseite kostenlos vorzustellen.

Was müssen sie tun?
Schicken sie Name, Adresse, Telefonnummer, eine kurze Beschreibung ihrer Produkte und – falls vorhanden – Emailadresse und URL an:

office@slowfoodcarinthia.at

Liebe Mitglieder, liebe Produzenten!

Je dichter das Angebot regionaler Produzenten ist, desto mehr Verbraucher werden diese Angebote auch annehmen. Jetzt ist es an der Zeit zu zeigen, dass die Gemeinschaft, der viele von uns mit Leidenschaft angehören, auch echten persönlichen Nutzen stiften kann.

Ich wünsche eine gesunde Zeit,

herzlich

Klaus Schauer, Obmann

Vereinsnachricht betr. Corona Virus & Maßnahmen

Liebe Mitglieder von Slow Food Carinthia!

Angesichts der notwendigen Maßnahmen die zur Eindämmung und Verlangsamung der Verbereitung des Covid-19 Virus seitens der Regierung getroffen wurden und werden, sind alle Aktivitäten, wie mtl. JourFix, Excursionen u.ä. Vorhaben, vereinsseitig bis auf weiteres ausgesetzt.

Weitergehende Informationen findet ihr unter

info coronavirus

Ich wünsche uns allen, dass wir die Herausforderung gesund und gut bewältigen. Mögen die interessanten Zeiten bald vorbei sein.

herzlich

Klaus Schauer, Obmann

VIII.Internationaler Kongress von Slow Food – Mail des Generalsekretärs Paolo Di Croce

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Liebe Mitglieder und Freunde von Slow Food,

zeitgleich zum nächsten Terra Madre Salone del Gusto  (8.-12. Oktober 2020) findet in Turin (Italien) auch der achte internationale Kongress von Slow Food statt.

Der Kongress ist ein wichtiger Termin für unseren Verein, denn dort werden die politischen, strategischen und organisatorischen Laufrichtungen für alle Ebenen unseres Netzwerks – von der globalen Ebene bis zur lokalen – festgelegt.

Mit dieser Mitteilung leiten wir den Countdown zu unserem Treffen in Turin ein, an dem zirka 500 Delegierte aus der ganzen Welt teilnehmen werden, um über die Zukunft der Ernährung und die Zukunft von Slow Food nachzudenken.

Im Anhang finden Sie die ersten drei Dokumente, die auf diesem Weg als Arbeitsinstrumente fungieren:

  • Brief von Carlo Petrini – eine einleitende Reflexion über die Herausforderungen, die uns bevorstehen
  • Handlungsaufruf 2020 – unsere Vision kombiniert mit einer Strategie-Hypothese für unsere Zukunft
  • Q&A – Fragen und Antworten, die als Leitfaden auf dem Weg zu diesem wichtigen Termin dienen

 

Jeder von uns ist aufgefordert, diese Dokumente sorgfältig zu lesen und seine Überlegungen, Ideen, Vorschläge und Ergänzungen mit uns zu teilen, insbesondere in Bezug auf den Handlungsaufruf 2020.

Wir möchten Sie auch bitten, diese Unterlagen als Diskussionsgrundlage für einen Austausch mit den anderen Mitgliedern Ihres Conviviums und Ihrer Gemeinschaften zu nutzen und uns die Ergebnisse dieser Treffen mit etwaigen Vorschlägen per E-Mail an internationalcongress@slowfood.com zu senden.

Wir danken Ihnen im Voraus für sämtliche Ihrer Beiträge, die für uns grundlegend sind, um die Strategie der nächsten Jahre formulieren zu können.

Paolo Di Croce
Generalsekretär von Slow Food

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